Günter Wrede datiert die Ersterwähnung des Ortes Bernshausen auf das Jahr 1237, doch nach neuesten Erkenntnissen existierte der "Bernshäuser Hof" vermutlich schon vor 1230. Im Jahr 1230 wird Cunrado de Bernshusen (Konrad von Bernshausen) als Zeuge in einer Urkunde des Reinhard von Feudingen erwähnt. In welcher Beziehung Konrad von Bernshausen zu dem Ort Bernshausen stand, ist nicht nachzuweisen. Eberhard Bauer vermutet, dass er evtl. im Besitz des Hofes gewesen sein könnte. Vermutlich gehörte Konrad von Bernshausen einem der zahlreichen Rittergeschlechter, die damals ihren Sitz in Wittgenstein hatten. Hierfür gibt es aber bisher keinen nachweisbaren Beleg.
Chronologie
1230 Konrad von Bernshusen (Cunrado de Bernshusen), Zeuge in einer Urkunde Reinhards von Feudingen
1277Arnold und Walther entsagen zu Gunsten Kloster Altenbergs ihren Rechten an den Gütern zu Bernshausen
1303 Nennung eines Herrn von Bernshausen (nach Hartnack 9,3)
1309 teilen sich Curtt und Cuntz, Wappner, in den Besitz des Bernzhäuser Hofes. Dieser stiftete an Kloster Altenberg 2 fl. 16 alb. jährlicher Rente, jener 1 fl. in die Kirchen zu Laasphe, Feudingen, Fischelbach und Weidenhausen (WA Acta B 135).
1313 verzichten die Gebrüder von Bicken auf den Zehnten zu Bernshausen, den sie bis dahin von den Herren oder der Herrschaft („a dominis sive dominiis“) von Wittgenstein zu Lehen trugen (Philippi UB I Nr. 128; BA Urk. Nr. 65)
1359 Cuntze, (Conrad) genannt Hangore und seine Ganerben erheben vor dem Gericht in Feudingen Anspruch gegen Kloster Altenberg wegen des Gutes zu Bernshausen, müssen aber Gülte und Recht nach gerichtlicher Entscheidung vom Kloster zu Lehen nehmen. Aussteller und Siegler: die Brüder Friedrich, Johann und Eynolf von Feudingen, Wappner (UA Altenberg, Braunfels, LV 20). (Ganerben: die gesamte adelige Sippe unter Führung des Ältesten, heute vergleichbar mit dem Begriff „Erbengemeinschaft“).
1365gehört der Hof Bernshausen zur Zeche Banfe (Zeche: Untergliederung eines Amtes). Aus dem Buch „Die Feudinger Höfe“ (S. 24) geht für das Jahr 1365 Folgendes hervor: "Salentin von Sayn, Graf zu Wittgenstein, Elsbeth, seine eheliche Hausfrau und sein ältester Sohn Johann versetzen dem Herrn Johann von Breidenbach und Grethen, seiner ehel. Hausfrau, und ihren Erben die Zeche Banfe mit ihren vier Dorfschaften Bernshausen, Volpershausen, Banfe und Herbertshausen für 1200 Schillinge."
1470 versetzt Gilberth Rinck von Schwalbach den Zehnten zu Bernshausen für 50 rh fl an Wittgenstein (WA Acin B 135)
1498 Witwe Margarete v. Wittg. belehnt Hentze von Bernshausen Nolde v. Hesselbach, Lentzige v. Wiedelbach und Püffel Heidenrieich von Nantzenbach mit der Wüste zu Schameder gegen Zahlung von jährlich 8 fl (BA Urk. Nr. 1283) (siehe G. Wrede, S. 178, Schameder)
1508Hans Bernshausen zu Laasphe (ZHG XXX 319 Nr. 313)
1538Hof Bernshausen zum „Haus“ oder Amt Wittgenstein gehörig (AR 1)
1578 Schulzerei Banfe
1731Banfer Viertel (AR 8)
1757 Schultheißerei Fischelbach (WA Acta D 18)
1819 Schultheißenbezirk Banfe (AR 19)
1854 Amt Banfe (AR 12)
Seit der Gebietsreform am 01.01.1975 zählt Bernshausen zur Stadt Bad Laasphe im heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein.
Die Entwicklung der Einwohnerzahlen in Bernshausen