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Familiengeschichte im Zeitrahl
Bernshausen
Der Ort Bernshausen in Wittgenstein
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Erste Nennung

Der Orts- und Familienname

vor Einführung der Kirchenbücher

Frühe Nennungen insgesamt innerhalb Deutschlands

852: Erste Nennung des Dorfes "Berenhereshusen“ in einer Urkunde des Abtes Hatto I von Fulda (heute Schlitz-Bernshausen, Vogelsbergkreis, Hessen)

1089 wurde „Berinhusen“ erstmals urkundlich erwähnt, als in dem sog. "Bempflinger Vertrag" die Herren Folmarus et Roudolfus de Berinhusin als Zeugen genannt werden (heute: 70794 Filderstadt-Bernhausen, Baden-Württemberg)

Von 1230 bis in das 15. Jahrhundert treten in verschiedenen Urkunden die Mitglieder der ortsansässigen Adelsfamilie, die Ritter von Bernshausen in Erscheinung. Diese Ritter standen in einem Lehnsverhältnis zu den Grafen von Lauterberg, die am Ort zahlreichen Besitz hatten. In dieser Zeit bestand eine inzwischen durch die Archäologie ergrabene Niederungsburg südlich der Aue (heute: 37136 Seeburg-Bernshausen, Kreis Göttingen, Niedersachsen).

1230 Konrad von Bernshusen (Cunrado de Bernshusen), Zeuge in einer Urkunde Reinhards von Feudingen (heute: 57334 Bad Laasphe-Bernshausen, Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen)



Frühe Nennungen in Wittgenstein

1230: Nennung des Konrad von Bernshusen (Cunrado de Bernshusen) in einer Urkunde des Grafen. Vermutet wird, dass Konrad von Bernshusen einem alten Adelsgeschlecht angehört haben könnte und evtl. Besitzer des Hofes in Bernshausen gewesen ist. Dies ist jedoch nicht belegt.

1303: Herr von Bernshausen als Besitzer des Hofes in Bernshausen

1309: Conrad/Konrad von Berntzhausen, Pfarrer zu Feudingen, „ließ sich durch Pleban vertreten“

1420: Joh. von Bernshausen? (Träger des Wappens – aus Wittgenstein stammend? Unsicher!)

1423: Eckard Bernshusen de Oberndorf (Eckard Bernshausen von Oberndorf), Handschr. B. = "Bernhusen", genannt in den Universitätsmatrikeln von Erfurt.

1423: Hermannus Bernshusin (Hermann Bernshausen), genannt in den Universiätsmatrikeln von Erfurt/Thüringen. Zum zweitenmal genannt im Liber recept.: "Recepta de residuo prius intitulatorum".

1426: Heytmannus de Bernshusen (Hermann von Bernshausen?), genannt in den Universitätsmatrikeln von Erfurt/Thüringen.

1427: Bertold Bernshausen, genannt in den Universitätsmatrikeln von Erfurt/Thüringen

1434: Johannes Bernshuser, genannt in den Universiätsmatrikeln von Erfurt/Thüringen

1477: Johannes Berrnshusen de Laasphe (Johannes Bernshausen von Laasphe), genannt in den Universitätsmatrikeln von Erfurt/Thüringen (ob es sich hier um den 1492 erwähnten Pfarrer in Feudingen handelt?)

1484: wird ein Johannes Bernntzhußen als Sekretär im Amt Wittgenstein genannt

1492: Johann(es) (von) Berntzhaußen (Berntzhusen) Qe 1492 – 1521 Pfarrer zu Feudingen [mehr]

1496: Henn Smedt, genannt Berntzhusen (siehe vorhergehenden Abschnitt)

1498: Hentze von Bernshausen, „Neusiedler im vordem wüst gewordenen Schameder“, Nachkomme jener Bauern, die Erben der Wappner waren (siehe hierzu auch Johann Berntzhausen, 1492)

1508: Hans Bernshausen zu Laasphe, Besitzer des Gutes in Bernshausen (evtl. identisch mit vorgenanntem Hentze von Bernshausen?)

1519: Johannes Bernshausen de Lasve (Johannes Bernshausen von Laasphe), genannt in den Universitätsmatrikeln in Erfurt

1531: Paulus Bernershausen aus Lasfe (Laasphe), genannt in den Universitätsmatrikeln von Marburg. Von 1546 - 1553 war Paul zweiter Unterschulmeister der lateinischen Schule in Siegen, resigniert 1547 auf die Pfarrstelle zu Elsoff [mehr]



Die vorgenannten Personen,

die in den Universitätsmatrikeln genannt wurden, stammen aus einer Studie, die von Karl Hartnack in dem Artikel „Wittgensteiner auf auswärtigen Schulen und Hochschulen“ von 1937 - 1939 in der Zeitschrift „Das schöne Wittgenstein“ veröffentlicht wurde. Grundlage war eine Untersuchung von 24 Hochschulen und Universitäten bezügl. Wittgensteiner Studenten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Bernd Dreisbach, Mainz, sowie an Heinrich Imhof, Bad Berleburg-Weidenhausen, für die hilfreiche Unterstützung.


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Anmerkungen