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Brautwerbung

Die Liebesbezeugung meines 4-fachen

Urgroßvaters Johann Jost Strack aus dem Jahr 1786 an seine spätere Frau Maria Elisabetha Weber. Johann Jost Strack lebte im "Peifranz-Haus" in Oberndorf.

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Die Verse

d. 29. Oktober Anno 1786

Einen freundlichen Gruß
an die
Junfer Maria Elisabeth Wäberin zu Feudingen

Von dir zu wissen ist mein begehr
ob du die Hertzen allerliebste wär.
Ich habe dich da für aus Erkohren,
für andern Junfern Hoch geboren.

Wan deine Lieb wär,
ja wär wie die meine
So müßte deine Mutter
meine Schwiegermutter werden.

Du bist die Herz allerliebste mein
drum Schreib ich dir disses Brüffelein.
Mein Schatz ligt begraben.

Unter drey goltener Büchstaben
der Erste ist von Rothem Golt
ich bleibe dir von Hertzen holdt
der andere

Ist Edelstein,
du bist geschlossen ins Hertze mein
der dritte ist von Sammet und Seyden
du sollst andere Junggesellen meiden.

Nun der Schluß der ist gemacht
Schätzge mich nicht veracht.
Ich will mich nun nicht mit Namen nennen,
ich glaub du wirst mich doch wohl kennen.

An dieser Stelle

ein herzliches Dankeschön an Kurt Spies, Wallau, der mir die Kopien des Scherenschnitts übermittelte.

Brautwerbung in Schwalbach/Hessen

Auf der Homepage von Michael und Martina Geisler Ahnenforschung in Hessen findet sich ein ähnlicher Liebesbrief:

Brautwerbung in Schwalbach/Hessen




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